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⦿ ABRAXAS, SOMMESTR. 30 - BALLETTSAAL
SO, 01.11.2026, 15.00 UHR


IM GESPRÄCH MIT LINUS FRITZ (BACKNANG)

Mit dem stetigen Fortschritt von KI wächst auch die Fähigkeit von Algorithmen, den Menschen wahrzunehmen, zu interpretieren, zu kategorisieren und letztlich zu komprimieren. Algorithmische Vorhersagen über Individuen sollen Menschen, die in gesellschaftlichen Bereichen wie Banking, Gesundheitswesen oder Verwaltung arbeiten, beim Treffen von Entscheidungen unterstützen. Diese Vorhersagen basieren auf großen Datensätzen anderer Personen, aus denen Algorithmen kollektive Muster ableiten und mit individuellen Daten abgleichen. Dabei entsteht eine statistische Form von Identität, die vom individuellen Selbstbild abweicht und nicht beeinflussbar ist. Gleichzeitig werden Vorurteile verstärkt, da Algorithmen mit festen Kategorien und den Voreingenommenheiten ihrer Entwickler arbeiten.

Linus Fritz hat an der DHBW Ravensburg Mediendesign studiert. Er ist multidisziplinärer Designer und arbeitet experimentell, generativ und mit unkonventionellen Technologien um außergewöhnliche digitale und räumliche Erfahrungen zu erschaffen.

Beim lab.30 präsentiert er seine Arbeit Komprimat.


IM GESPRÄCH MIT TOM HENKEL (AUGSBURG)

Gestaltung ist das Feld, das Tom Henkel fasziniert und antreibt. Eine künstlerische Schulausbildung legte die Grundlage, eine Berufsausbildung zum Mediengestalter schärfte sie handwerklich und technisch. Das Studium der Interaktiven Medien an der Technischen Hochschule Augsburg, das er 2026 als Bachelor of Arts abgeschlossen hat, eröffnete ihm die Möglichkeit, Gestaltung auch abstrakt zu denken und sich mit unterschiedlichsten Darstellungsformen auseinanderzusetzen.

Heute arbeitet er als Design Engineer in Augsburg und bewegt sich fließend zwischen Design, Technologie und Kunst. Dabei nutzt er bewusst den Unterschied der Disziplinen: Design versteht er als Werkzeug zur Lösung konkreter Herausforderungen, Kunst als Möglichkeit, Fragen offenzulegen, Perspektiven zu verschieben und Reflexion anzustoßen.

Sein besonderes Interesse gilt gesellschaftlichen Themen und den Mechanismen, die unser Zusammenleben prägen. Sie bilden den Ausgangspunkt seiner Projekte und bestimmen Form, Medium und Methode ihrer Umsetzung.

Beim lab.30 präsentiert er seine Arbeit reality, by algorithm.