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INSTRUMENTS

INSTRUMENTS

⦿ KULTURHAUS ABRAXAS, BÜHNE IN DER GROSSEN HALLE
Do, 29.10.26, 21.00 und Fr, 30.10.26, 19.00


SEA SAN (BERLIN): HYE YOUNG SIN, sebastian von der heide


INSTRUMENTS

Die Performance „Instruments“ des Improvisationsduos Sea San basiert auf einer Sammlung von klanggebenden Objekten und Instrumenten, die von Alltagsgegenständen wie Fahrradklingeln bis hin zu elektronischen Klangquellen wie Summern reichen. Diese über die Bühne verteilten Elemente verwandeln den Aufführungsraum in eine veränderbare Klangumgebung.

Durch aufmerksames Zuhören und improvisatorischen Austausch passen die beiden Performer*innen das Setup kontinuierlich an und gestalten die räumliche und klangliche Konfiguration in Echtzeit neu. Anstatt eine feste instrumentale Hierarchie darzustellen, schlägt das Werk ein verteiltes Klangsystem vor. In diesem überschneiden sich akustische, mechanische und elektronische Klangquellen durch Bewegung im Raum, Interaktion und räumliche Neuordnung.



Fotos: Leon Seidel
Dialogue de l'ombre déformé

Dialogue de l'ombre déformé

⦿ ST. THADDÄUS, ULMER STR. 63
Fr, 30.10.26, 21.00


ADRIAN LUDWIG (AUGSBURG), TIMM KORNELIUS (DE,CH)


Dialogue de l'ombre déformé

„Dialogue de l’ombre déformé“ ist eine offene Musikperformance für Fagott, Mehrkanal-Elektronik und ein mit RAVE trainiertes KI-Modell. Ausgangspunkt ist Pierre Boulez’ „Dialogue de l’ombre double“, dessen Idee des musikalischen Selbstgesprächs hier in die Gegenwart übertragen wird: Der fixe Tonband-Schatten wird zu einem lernenden, dynamischen Gegenüber. In der etwa 30-minütigen Performance treten Fagott und KI zunächst als klar getrennte Stimmen auf. Nach und nach übernimmt das Modell, das u.a. mit Aufnahmen des Fagotts trainiert wurde, die Rolle des Schattens: Es reagiert in Echtzeit, formt um, spiegelt oder widerspricht dem Instrument. Aus einem linearen Dialog entsteht ein instabiles Geflecht aus Imitation, Konfrontation und Koexistenz.

Mit jeder Aufführung verändert sich das System weiter und fordert den Fagottisten Timm Kornelius zu neuen musikalischen Entscheidungen heraus.

Foto: Adrian Ludwig
Seltsame Erden

Seltsame Erden

⦿ KULTURHAUS ABRAXAS, BÜHNE IN DER GROSSEN HALLE
Fr, 30.10.26, 22.00


CnZsMr (AUGSBURG


SELTSAME ERDEN

„Seltsame Erden“ ist ein Mix aus Komposition und Improvisation auf einem Eurorack Modular-Synthesizer. Das modulare Instrument besteht aus etwa 50 Modulen, die in sechs Stimmen aufgeteilt sind. Alle Stimmen können unabhängig voneinander gespielt werden, sind aber tonal und rhythmisch (weitgehend) aufeinander abgestimmt. Dazu gliedert sich eine polyphone Stimme.

Vorkomponierte, absolute oder abstrakte Musik trifft auf Improvisation, v.a. durch Effekte. Mit dem farbig beleuchteten hexagonalen Keyboard mit 250 Tasten können unterschiedlichste Stimmungen und Skalen gespielt werden.

 „Seltsame Erden“ bezieht auf die sogenannten Seltenen Erden, die in der Natur gar nicht so selten sind, dafür aber oft seltsame Eigenschaften haben. Ähnlich ist es für Künstler Christian Z. Müller mit elektronischer Musik, v.a. wegen der fast atomaren Zusammensetzung des modularen Synthesizers.